Creadienstag: Kupferherz im Stickrahmen zum Valentinstag

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Bald nun ist … ja, der sagenumwobene Valentinstag :-)
Und auch ich bin hin und her gerissen zwischen „ignorieren“ und „einfach doch mitmachen“, weil es im Alltag (mit drei Kindern) tatsächlich oft zu kurz kommt meinem Besten zu zeigen, was er mir bedeutet.

Ich bin definitiv kein Fan von „jetzt kauf ich Pralinen und ein Parfüm und dann hab ich meine Pflicht getan“. Wenn dann möchte ich etwas selbstgemachtes und persönliches schenken. (Hier mein Valentinsherz vom letzten Jahr.)

Da ich Stickrahmen und die unendlichen Möglichkeiten mit diesen kreativ zu sein, sehr mag, habe ich mir ein kleines schnelles DIY zum Valentinstag überlegt.

Be my valentine

Ich kombiniere einen kleinen Holzstickrahmen mit Kupferdraht, aus dem ich ein Herz forme und es dann im Stickrahmen verankere. Getreu dem Motto: „Du hast mein Herz gefangen“ 😉

Stickrahmen kupferdraht

DIY Valentinstag

Der Stickrahmen kann aufgehängt oder auch auf dem Schreibtisch platziert werden. Eine kleine schriftliche Liebeserklärung hat auch noch Platz – dann kann der Valentinstag (wann immer er für euch sein mag) kommen.

Materialien:
Stickrahmen
Kupferdraht

Stickrahmen Kupferdraht

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Valentinsspecial
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Beim dritten Kind wird alles …

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…aber auch wirklich alles – wie immer :-)

Nach nun 21 Monaten als dreifach Mama ist es vielleicht ganz schön mal Fazit zu ziehen und Erfahrungen weiterzugeben. Anlass dazu gibt mir Mama-on-the-rocks.

Kleine Hände beim WachsenDrei Kinder, drei Charaktere, drei Köpfe mit unterschiedlichen Interessen. Ich sage immer, wenn mich jemand fragt wie ich das mit Dreien so schaffe (und ich werde das doch recht häufig gefragt): Man wächst da rein, wie in andere Dinge auch.

In unserem Fall waren es ja keine Drillinge, sondern alle Kinder kamen nach einander im Abstand von 3,5 Jahren – gewünscht und geplant ;-). Wir hatten also immer Zeit uns an das Leben mit einem, dann mit zwei und nun mit drei Kindern zu gewöhnen. Für mich war es auch kein wie sooft erzählter Einschnitt von keinen zu einem Kind. Ich war am Ende des Studiums und meine wilden Zeiten (mit durchtanzten Nächten und Tagen) waren bereits vorbei. Ich hatte noch nicht richtig angefangen zu arbeiten und somit auch noch nicht an den Berufsalltag und ein größeres Einkommen gewöhnt. Klar, spontanes Treffen mit Freunden oder Kinobesuche waren nicht mehr so einfach drin und klar, der Alltag wurde anders, den Ton gab unser erster Sohnemann an. Nebenbei schrieb ich meine Diplomarbeit zu Ende, machte meine Abschlussprüfung und begann mich zu bewerben. Aus heutiger Sicht waren wir damals schon etwas blauäugig und sehr optimistisch, aber wir haben es geschafft und trotz Kind und ohne Berufserfahrung den Jobeinstieg geschafft. Großes Glück!

Das Thema Schlaf beschäftigt uns seit der Geburt des Ältesten. Er schlief wenig am Tag und auch in der Nacht lange nicht durch. Als er größer wurde, waren die Einschlafrituale abends meist lang und nervenraubend. Aber wir waren (und sind) ja zu zweit und konnten uns abwechseln.
Beim zweiten Sohnemann sollte das natürlich alles anders werden 😉 In der zweiten Schwangerschaft machte ich mir natürlich Gedanken darüber, wie wir beiden auch wirklich gerecht werden und las Bücher wie wir es dem Großen möglich einfach machen, nun nicht mehr der einzige König zu sein. Doch auch hier lief es gut und der Große zeigte wenig Eifersucht, liebte seinen kleinen Bruder von Beginn an und beide waren schnell auf einer Wellenlänge. Auch heute noch spielen sie (nicht mehr ganz so oft) gerne zusammen und vertragen sich meistens.

Unser zweiter Sohn zeigte uns schnell, dass er trotz sehr ähnlichem Aussehen zu seinem großen Bruder, einen anderen Charakter hat. Am Anfang wollte er nicht trinken, es dauerte Wochen bis er normal zunahm. Er war noch schreckhafter, noch sensibler als unser Älterer und was soll ich sagen – er schlief noch schlechter. Die Nächte wurden also nicht besser und auch jetzt wo er Vorschulkind ist, zeigt sich seine Sensibilität und sein besonderer Charakter weiterhin. Das abendliche Einschlafen ist wie beim Erstgeborenen weiter ein anstrengendes und nervenzehrendes Thema.

Im Großen und Ganzen war ich beim 2. Kind etwas entspannter, recherchierte nicht mehr nach jeder Kleinigkeit im Internet, bekam nicht bei jedem Fieber Panik und wußte natürlicherweise besser worauf ich achten musste und wie ich in dieser oder jener Situation zu reagieren hatte. Immerhin waren wir ja noch 50:50, d.h. 2 Kinder : 2 Eltern. Jeder konnte sich also um ein Kind kümmern und auch zwei waren gut händelbar, wenn der andere Elternteil mal nicht da war.

Hände 12 Tel BlickUnd dann kam Nummer 3: Unsere Prinzessin, kleine Madame… Im Vorfeld machte ich mir noch weniger Gedanken wie es so mit Dreien sein würde. Ich sagte immer: Ob zwei, drei oder mehr, es macht nicht den großen Unterschied. Man muss etwas mehr kaufen, mehr kochen, braucht ein größeres Auto und etwas mehr Platz, aber grundlegend ist der Schritt von 2 zu 3 Kindern nicht so riesig.
Das finde ich auch immer noch. Unsere Jüngste zeigt uns allerdings das manche Problemchen, die wir mit den beiden Brüdern hatten, durch sie noch ein i Tüpfelchen aufgesetzt bekommen. Soll heißen, sie schläft noch etwas schlechter und hat noch etwas früher ihren eigenen Kopf entwickelt, spricht noch etwas mehr (ja hier kommen die Geschlechter Klischees zum Tragen). Der Mittlere hat größere Probleme seine Position zu finden oder zu akzeptieren, seine Eifersucht ist größer und beide Jüngeren zanken mehr als beide Jungs im gleichen Alter.

Bei einigen Themen (Krankheiten, Wutanfälle usw.) bin ich noch ein Stück entspannter geworden, fühle mich viel sicherer in meinem Tun wie noch beim ersten Kind. Aber es gibt auch Momente in denen meine Nerven zum Zerreißen gespannt sind, denn allein morgens drei Kinder pünktlich fertig zu bekommen oder nachmittags Dreien gerecht zu werden, wenn alle drei etwas unterschiedliches wollen und anfangen nacheinander rumzunörgeln, da möchte ich manchmal gerne kurz das Haus verlassen *seufz*.

Drei Hände 12tel BlickUnd klar, die Themenvielfalt an Problemen und Problemchen wächst selbstverständlich auch. Der Große braucht Unterstützung für die Schule, der Mittlere möchte auch das Können was der Große kann und darf, die Kleine ist dabei alles zu erkunden und erproben. So bleibe ich auf Trab und Papa³ natürlich auch 😉 Denn zur Kraken-Mama bin ich noch immer nicht „muttiert“.

Denn das hat sich auf jeden Fall verändert – das Verhältnis Kinder : Erwachsene. Nun sind wir in der Unterzahl und die Kinder haben (gefühlt) oft die Oberhand 😉

Fazit: Es ist anders mit drei Kindern, aber auch nicht so sehr wie manche denken. Unser Familienalltag braucht viel Organisation und Struktur, denn Chaos ist von allein da. Aber wir schaffen es ziemlich gut (meistens), vor allem weil wir uns als Eltern gegenseitig immer unterstützen und in eine Richtung gehen. Wir können beide unseren Jobs nachgehen, die Kinder fühlen sich sehr wohl im Kindergarten und Schule.

Aller guten Dinge sind Drei (für uns). Es läuft sehr gut – trotz Dauermüdigkeit und mehr Falten.

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NEU: WochenrückBlicke mit Mama³ & Papa³

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Alles NEU macht der … November 😉

Damit wir dem grauen Monat und der frühen Dunkelheit weiterhin positive Dinge abgewinnen können, werden wir ab jetzt versuchen jede Woche gemeinsam unsere Wochenrückblicke posten.
Das heißt, Papa³ wird dauerhafter Gast auf MAMAHOCHDREI.de :-) und zu bestimmten Themen auch seine Sichtweise kundtun.

Wir werden in unterschiedlichen „Kategorien“ je ein kurzes Statement abgeben. Ich bin gespannt, was aus dem Experiment wird…

Gespielt – ganz viele Kinderspiele, denn das Wetter und die frühe Dunkelheit müssen überspielt 😉 werden z.B. Geisterwäldchen

Geisterwäldchen drei Magier spiele

Gespieltes: Geisterwäldchen

Gekocht – viele tolle Kleinigkeiten für unsere Halloweenparty

Gelesen – Molly Makes, um Inspirationen für Weihnachten zu holen (von Redakteurin mymaki – einer alten Freundin)

Gehört – wie immer fast nur Radio, da Autofahrten, die länger als 10 min. dauern eher rar sind.

Gelacht – der Mittlere hat beim Familienbadetag festgestellt, dass die Prinzessin und er ganz weiche Haut haben, sein großer Bruder hat schon „weiche und harte Haut und Mami und Papi haben nur harte Haut“… Kindermund…

Geweint – über die Vergänglichkeit der Kindheit und Katjas berührenden Post (Klick)

Gefreut – über unsere schöne Halloweenparty

Geärgert – über Apfelbaumfäller in der Nachbarschaft

Gelernt – wieder einmal: Weile statt Eile (siehe Kita)

Gesurft – wieder zu viel in der Blogosphäre unterwegs gewesen, aber auch einen schönen Shop entdeckt: Eine der Guten Hier gibt es wundervolle Geschenke aus Papier.

Geschlafen – etwas besser, der Rhythmus der Prinzessin könnte momentan bei 3 Stunden sein (so genau weiß ich das immer nicht, weil ich nachts wie automatisch funktioniere 😉

Und hier schreibt nun Papa³:

Gespielt – das erste Mal die Siedler von Catan mit unserem Großen. Damit Ihm der Einstieg nicht so schwer fällt (das Spiel ist bekanntlich erst ab 10 und der Große ist ja gerade erst kurz vor 8), habe ich bewusst zunächst auf einige Regeln verzichtet (Räuber und Entwicklungskarten) und natürlich musste ich mich am Ende wie so oft geschlagen geben.

Gekocht – wurde vieles, nur selten von mir, vielmehr diente ich als Assistent bei der Kreation des Halloween Buffets, was Männer halt so tun Kürbisse zerlegen und solche Sachen ;-).

Gelesen – Einige hilfreiche Tips um das Haus sauber zu halten

Gehört – Rückblick auf die Spielmesse Spiel 2013 in Essen beim Spiele-Podcast

Gelacht – zusammen mit Jungs bei unserem reglmäßigem Kinoabend, diesmal haben wir Ratatouille geschaut

Geweint – Unser Mittlerer, ebenfalls bei unserem Kinoabend, als Rémy vom bösen Chefkoch in den Kofferraum gesperrt wurde

Gefreut – Nach Monaten mit einem knarrendem Bett, habe ich mich diesem Problem nochmals angenommen und musste mit Erstaunen feststellen, dass ich beim letzten Umzug die Halterungen für die Lattenroste scheinbar unterschiedlich hoch eingestellt hatte. Nach erfolgreicher Korrektur dieser kleinen Unzulänglichkeit blieb das Bett selbst bei Turnübungen der 2 Großen still und kann mich somit endlich wieder, nach nächtlichen Ausflügen zu den Kinderbetten, in mein Bett fallen lassen ohne Mama³ oder die Prinzessin aus dem Schlaf zu reißen.

Gelernt – das am 6. Juni 2014 eine neuer Film der „Teenage Mutant Ninja Turtles“ herauskommt in dem sogar Megan Fox als April mitspielen soll. Und das nur, weil ich mich darüber gewundert habe warum es neuerdingst Lego-Sets der Ninja Turtles gibt.

Geschlafen – besser wie letzte Woche, siehe „Gefreut“.

Und eine Sonntagsfreude war es mit den Jungs zu malen.

Sonntagsfreuden

Sonntagsfreude am Schreibtisch beim Malen

* die Rückblicke von Papa³ folgen.

WochenendRÜCKBLICKE

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Es war ein ereignisreiches Wochenende. Wir haben versucht die letzten Sommertage zu genießen und die Wärme zu speichern. Von mir aus kann es genauso bleiben, 26 Grad, blauer Himmel, leichter Wind… Perfekt.
Ich werde sehr melancholisch, wenn ich mir vorstelle, dass das die vielleicht letzten Sommertage in diesem Jahr waren. Es fühlt sich an als wenn er gestern erst angefangen hat. Ich will mir nicht vorstellen, dass es dann wieder mind. Ein halbes Jahr dauert bis es wieder warm wird. Als Kind habe ich mich auch auf Schnee gefreut, aber diese Freude ist verloren gegangen….

Nun also zu unseren schönen Erlebnissen.
Am Samstag haben wir endlich geschafft unsere Feuerschale einzuweihen. Auf Stöcken Würstchen, Kartoffeln, Marshmellows und Stockbrot gegrillt.

Grillen an der Feuerschale

Grillen an der Feuerschale

Am Sonntag ging es für die Jungs ins Kino zum neuen Disney Animationsfilm „Planes“. Und es „war nur ein bißchen spannend“. Ich hab die Prinzessin spazieren geschoben und dann haben wir uns wieder getroffen. Am Nachmittag gab es Eis in Biene Maja Gestalt.

Biene Maja in Eis

Biene Maja in Eis

Mama³ hat ja eigentlich auch noch eine kleine Leidenschaft: Musik. Früher zu Teenagerzeiten gab es jedes Wochenende Musik und Tanzen. Später wurden es mehr Konzerte. Und nun war es zum ersten mal seit der Geburt der Prinzessin soweit, ich war zum Konzert von Frank Turner und 4 Stunden weg.
Zu verdanken habe ich diesen schönen Abend meinen bezaubernden beiden Schwestern, ein Geburtstagsgeschenk von den zweien. Es war echt schön. Die Location, das Huxleys in Berlin ist super, tolle Akustik, guter Platz, super Sicht auch von hinten (bin ja nicht der erste Reihe Steher). Leider fing der Hauptakt erst 22.30 Uhr an, für einen Sonntagabend echt zu spät und für Säugling Mamas sowieso…
Die Prinzessin hat einigermaßen durchgehalten, zumindest trinktechnisch, aber sie war ein paar mal wach und Papa musste schuckeln.

Mama beim Konzert von Frank Turner

Mama beim Konzert von Frank Turner

Elterngeburtstag

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Paps, Papa, wann packst du endlich Geschenke aus? Es ist 8.30 Uhr und Papa³ hat Geburtstag. Da man ja als Erwachsener nicht mehr viel Aufregung verspürt, wenn die nächste Zahl sich ändert, übernehmen es gern die Kinder sich leicht kribbelig und nervös zu fühlen.
Die Geschenke werden bei uns immer schön verpackt und nett hingestellt. Man sollte allerdings nicht den Fehler machen, die Geschenke zusammen mit den Kindern, vor allem unter 5 jährigen zu verpacken, da hier das Verständnis von Überraschung und wir verraten Papa nichts vom Inhalt einfach noch nicht vorhanden ist. So holt unser mittlerer voller Freude ein Geschenk für Papa zum Auspacken und überreicht es mit den Worten: Papa hier ist ein Buch drin.
Das Geburtstagskind hat noch nicht einmal das Geschenk fertig ausgepackt, da kommt der Große und will, dass das nächste ausgepackt wird. Der mittlere prophezeit ins blaue, dass das eine CD ist oder vielleicht Lego (denn das hofft er insgeheim sehr, da auch Papa schon mal Lego von Mama geschenkt bekam und das ja nun jedesmal so sein sollte). Das nächste Geschenk kommt in Kinderhänden angeflogen und die ausgepackten Dinge werden inspiziert und der Große fängt auch gleich mit der Erkundung der Bücher an und prasselt mit weiteren Fragen auf seinen nun schon ein wenig angenervten Papa ein. Der aber wiederum schnell das nächste Geschenk auspacken soll, denn es warten noch 3 weitere … So dauert das Geschenkeauspacken knappe 15 Minuten und Papa hat kaum Zeit sich eines der Präsente mal näher anzuschauen.
Und Mama fällt ein, dass ich ihm noch nicht einmal zum Geburtstag gratuliert habe …

Geburtstagsfrühstück

Geburtstagsfrühstück

Elternsein

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Dem Druck dem man als Mama bzw. Eltern heute ausgesetzt ist, ist manchmal unerträglich und belastend. Als wenn Erziehung und der Alltag mit Kindern nicht allein schon herausfordernd sind, müssen wir in unserer Gesellschaft unsere Kinder zu perfekten Wesen in jeder Hinsicht machen. Schon als Babies sollen sie nicht nur super süß – in Öko Bekleidung und Dawanda Tüchern eingehüllt – aussehen, sondern auch durchschlafen, gut zunehmen und am Tage entspannte zufriedene Babies sein.

Und je größer sie werden umso weiter steigt auch der Druck. Im Kindergarten sollen sie keine Tyrannen, aber bloß auch keine Außenseiter sein. Die Kinder und somit auch wir als Eltern müssen also die Grätsche schaffen zwischen entspannter Angepasstheit, sozialverräglichem Selbstbewusstsein, Geschmackssinn der das Kita Essen verträgt, Schlafgewohnheiten, die Mittagsschlaf und abendliches rechtzeitiges Bettgehen nicht zur Qual für alle werden lassen. Hinzukommen die Herausforderungen mit den Entwicklungsphasen. Es gilt nicht zu meckern/ schimpfen, sondern konsequent, aber liebevoll das Kind durch das Kindergartenalter zu begleiten. Nicht also ihm alles abzunehmen, sondern die Selbständigkeit zu fördern, aber trotzdem nicht die Aufsicht vernachlässigen. Im nachmittäglichen Beschäftigungsprogramm müssen dann Fähigkeiten entdeckt und gefördert werden, Defizite ausgeglichen werden z.B. mit dem Logopäden, und die heute immer mehr eingeschränkte Bewegungsfreiheit mit Sportvereinen kompensiert werden. Denn es gilt das Kind so fit und ausgeglichen für die Schule zu machen, denn hier soll es ja schließlich auch weiter kein Außenseiter sein, kein Schläger, kein Schulversager.

Bereits in der 1. Klasse muss also geübt werden, sei es lesen, schreiben, rechnen oder bei Bedarf auch Biologie und Gesang. Und dies möglichst nebenbei ins Spiel und den Alltag eingebaut, da heisst es für Mama und Papa kreativ sein und sich beim vorbereiten der Mahlzeiten und bei der Hausarbeit lustige – für das Kind getarnte – Aufgaben zu überlegen.

Wir wollen ja dem Kind alle Möglichkeiten für seinen weiteren (Bildungs-)weg geben. Nebenher muss der Bewegungsdrang weiter ausgelebt werden, das kindliche Spiel nicht vernachlässigt werden. Die Kinder sollen die Möglichkeit haben Abenteuer zu erleben, vom Fernsehen und Computer ferngehalten, mit Freunden allein zu sein. Gleichzeitig müssen wir es geschafft haben, dem Kind soviel Gefahrenverständnis mitzugeben, dass wir ihm zutrauen sich außerhalb der 4 Wände zu bewegen und nicht mit starken Blessuren wieder zukommen. In der Hausarbeit soll auch geholfen werden, Grenzen müssen weiter liebevoll aufgezeigt werden. In jeder Hinsicht sollte dem Kind alles gezeigt und mitgegeben werden, um aus ihm einen ausgeglichenen Erwachsenen zu machen, der mit Zurückweisung und Stress umgehen kann ohne zusammen zubrechen und Erfolge feiert auf seinem gut bezahlten Weg im Berufsleben. Und letztlich all dies in der Erziehung seiner vielleicht einmal zur Welt kommenden eigenen Kindern richtig oder noch perfekter wie die eigenen Eltern zu machen. Die bis dahin hunderte Bücher gewälzt, sich Abende um die Zukunft der Kinder Sorgen gemacht haben, versucht haben ruhig zu bleiben in allen schwierigen Situationen und sich nach Schimpfattacken jedes mal furchtbar Elend fühlen, weil sie ja wissen, dass es Ohrfeigen für die Kinder sind und es doch nicht geschafft haben.

Niemals zu kurz darf natürlich die gesunde Ernährung kommen, Süßigkeiten nicht verbieten, aber Zucker vermeiden, Obst in Gemüse in Vielfalt und biologisch angebaut.

Auch ich will das als Mama bei allen drei meiner Augenschätze schaffen und stoße dabei gelegentlich / öfter an meine Grenze, die es aber ja bei einer perfekten liebenden Mutter nicht geben sollte. Und schon geht der Kreislauf aus schlechtem Gewissen, schwankendem Selbstwertgefühl und und und wieder los.