Warum Papa manchmal ein **piep** ist ODER was kleine Schwestern von ihren großen Brüdern lernen

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Es ist Samstag morgen, wir (Eltern) decken den Tisch, unsere drei Racker wuseln um unsere Beine, die kleine Madame kommt rein und sagt ohne Umschweife: „Papa ist ein Kackhaufen!“ Grinst und ist wieder verschwunden.

Wir gucken uns beide an und können ein Lachen nicht unterdrücken. Aus einem anderen Raum hören wir, wie der Mittlere mit der kleinen Schwester weitere verbale Kanonen übt… „Du bist eine Pupsmadame“, „Du bist ein Kackhaufen“, „Du bist ein Pogesicht“ usw. die ganz schlimmen Ausdrücke bleiben zum Glück im Mund des Mittleren. Die kleine Schwester wiederholt brav. Ihr könnt euch vorstellen, was ich beim Frühstück als nächstes von der Kleinsten zu hören bekommen habe. Richtig…

Ja, ich würde gerne darüber berichten, dass unsere Kinder nie diese Fäkalsprache benutzen, aber sie tun es.

kinderhände Sand Ich erinnere mich an eine Situation als der Große noch ein Baby war und wir an einem Spielplatz vorbei liefen auf dem 5-6 Jährige Jungs spielten. Sie waren laut, sie waren wild und sie benutzen verschiedenste Kraftausdrücke. Ich sagte damals zu Papa³, dass unser Kind so hoffentlich nie wird 😉

Warum benutzen Kinder Fäkalsprache?

Aber es kam – wie geahnt – anders. Und auch der Große hatte im letzten Kindergartenjahr seine Phase der Fäkalsprache. Es war alles und jeder irgendwas mit Pups…, Kacke…, Furz…, Pimmel…. Und ja auch er brachte es seinem kleineren Bruder bei und fand es dann lustig, dass er es nach plapperte oder in manchen Situationen selbst einsetzte und damit ein Kopfschütteln oder Lachen erzeugte. Denn aus langjähriger Beobachtung weiß ich, dass es auf diese Ausdrücke selten keine Reaktion gibt – und das spornt an. Das Benutzen der Kraftausdrücke bewirkt Reaktionen. Kinder lernen in dieser Phase, dass sie etwas bewirken können – sei es mit eben dieser breiten Variation an „schlimmen Wörtern“.

Natürlich versuch(t)en wir es bei unseren Dreien zu unterbinden und zu erklären, dass es keine schönen Wörter sind, dass wir so nicht miteinander sprechen und uns schon gar nicht so betiteln. Vielleicht hat es schon ein wenig geholfen, vielleicht auch nicht. Allerdings sei erwähnt, dass wir nicht von morgens bis abends mit Fäkalsprache kommunizieren, sondern es immer wieder Situationen und Tage gibt, wo es verstärkt aufkommt und es sich dann erfahrungsgemäß hochschaukelt.

Der Mittlere setzt wenigstens diese Ausdrücke nicht gegenüber anderen Erwachsenen ein, es sei denn Mama regt sich (mal wieder) beim Autofahren über einen anderen Verkehrsteilnehmer auf, dann kommt von der Rückbank gerne ein passender Ausdruck – der von der kleinen Schwester singend aufgegriffen wird. In diesen Momenten hoffe ich, uns kann einfach niemand hören.

Ich weiß, dass diese Phase wieder vorbei geht, denn der Große weiß mittlerweile sehr wohl, dass derartige Ausdrücke nicht (oder nicht allzu oft 😉 ) in den alltäglichen Sprachgebrauch einfließen sollen. Und bringt der kleinen Schwester eher bei wie man LEGO Häuser baut.

KinderfüßeGeschwister lernen voneinander

Die kleine Schwester möchte ihren Brüdern am liebsten alles gleich tun. Sie geht auf´s WC wie die Brüder. Sie möchte klettern und toben wie die großen Brüder und ist besonders für den Mittleren ein williges Lernkind. Da wird ihr gezeigt wie man sich gerade aufs elterliche Bett fallen lässt, wie man sich die Schlafanzughose auf den Kopf setzt und so ein Hase mit langen Ohren wird oder wie man die Eltern halb wahnsinnig macht, wenn man im TipToi Buch immer und immer wieder den gleichen Knopf drückt. Er hat ihr aber auch beigebracht wie man sich die Zähne putzt oder ein Buch auswendig lernt.

Ich finde es immer wieder faszinierend zu sehen, wie Geschwister voneinander lernen (oft durch nachahmen) und es ans nächste Geschwisterchen weiter geben. Natürlich, eher vom Älteren zum Jüngeren, wobei sich bei uns der größte gerne vom kleineren Bruder beim Malen und Basteln inspirieren lässt.

Es ist so wunderbar zu sehen wie sie voneinander profitieren – auch, wenn es die ersten Schimpfwörter sind 😉

Übrigens, zwei Tipps (für gut befunden) wie Eltern es schaffen, dass die Kinder keine „Schimpfwörter“ benutzen bzw. der Kreislauf der „verbalen Attacken“ durchbrochen wird:

  • Das Kind darf im eigenen Zimmer alle Wörter laut und so oft sagen wie es mag á la Astrid Lindgrens „Madita und Pimps“. Hier dürfen die Kinder in den Wandschrank gehen und dort alle „schlimmen Wörter“ sagen.
  • Dem Kind in ähnlicher Sprache antworten: Wenn es zum Beispiel „Pups“ zum Mittag haben möchte, dann den Teller befüllen und sagen „Hier hast du deinen Pups.“

Diese Dinge erreichen, dass die Kinder nicht mehr die so sehr gewollten Reaktionen auslösen und es dann langweilig wird, weiterhin die Ausdrücke zu benutzen.

Habt ihr das bei euren Kindern auch beobachtet? Oder erinnert ihr euch an eure eigene Kindheit?

Wie ist das mit Vereinbarkeit von Eltern sein und Paar bleiben?

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Die große Vereinbarkeitsdebatte ist immer wieder spannend. Die unterschiedlichen Erfahrungen und Blickwinkel auf Beruf, Familie und alles dazwischen haben mir die Möglichkeit gegeben auf meine eigene Vereinbarkeitssituation zu schauen. Und dabei fällt mir auf, dass es für mich mit der Vereinbarkeit von Job und Familie gut funktioniert und ich hoffe, auch unsere drei Kinder empfinden es so. An dieser Stelle sei erwähnt, dass es nur aufgrund verschiedener glücklicher Umstände gut funktioniert :

– wir haben unsere Familien vor Ort und die Großeltern (obwohl selbst noch berufstätig) nehmen sich immer Zeit für ihre Enkel
– wir haben flexible Arbeitszeiten und Arbeitgeber, die um eine Vereinbarkeit bemüht sind
– ich bin trotz Dreiviertel Stelle gut ins Team integriert und akzeptiert
– wir (Mama³ und Papa³) sehen uns als gleichberechtigt, d.h. wir teilen uns die Tage mit Kranksein, Ferien und Schließzeiten so gut es geht auf

Vereinbarkeit hin und her, für mich zählt auch die Vereinbarkeit von Eltern sein und (Ehe-)Paar bleiben dazu.

Bevor unsere Kinder zu uns kamen, waren wir schon einige Jahre zusammen, haben studiert, sind gereist, waren abends viel unterwegs, haben Partys gefeiert. Wir Konnten uns auf uns konzentrieren und auch auf uns als Paar. Zugegebener Maßen hat dies mit jedem Kind ein Stück mehr nachgelassen.

Denn je mehr Kinder in einer Familie, desto mehr Zeit ist für die Kinder reserviert. Soviel Zeit wie möglich mit unseren Kindern zu verbringen gehört für mich ohne Frage zum Familie sein dazu.
Drei Kinder benötigen nicht zwingend dreimal soviel Zeit, denn sie haben auch sich untereinander und können miteinander spielen. Aber trotzdem ist jedes Elternteil rein rechnerisch mit mindestens 1,5 Kindern beschäftigt. So ist es an einem normalen Arbeitstag oft so, dass ich mehr Worte mit meinen Kindern (was mir ebenso wichtig ist) und meinen Arbeitskollegen wechsle wie mit meinem Mann. Denn nachdem wir den Alltag gerockt haben und die Kinder in ihren Betten liegen und schlafen, sitzen wir oft noch vor dem Rechner/ Tablet und arbeiten weiter z.B. ich für meinen Blog oder einer schläft bei den Kindern mit ein. Die Anzahl der Worte, die wir bis dahin miteinander gesprochen haben lässt sich gut abzählen 😉 Und wenn, wir dann zum Sprechen kommen, dann dreht es sich vor allem um die Organisation der kommenden Tage, um den Job oder natürlich um unsere drei. Themen dazwischen wird selten Raum gegeben, wenn man ihn sich nicht bewußt schafft.

Liebe Schlösser verbunden seinBei uns gab es schon oft genug die Situation, dass ich nach einem Wochenende im Büro saß und plötzlich merkte, dass ich meinen Mann vermisse, als hätte ich ihn das ganze Wochenende nicht gesehen – dem war aber nicht so, wir waren so eingebunden in alles und hatten kaum Momente für uns. Unterbewusst nagt es an der Beziehung. Wenn es kaum noch Momente gibt, in denen man sich nahe ist (geistig und körperlich), dann entfernt man sich Stück für Stück voneinander. Dies zu erkennen und dagegen zu arbeiten ist in eben diesem Alltagshamsterrad nicht leicht.

Wie schaffen wir Eltern sein und Partnerschaft zu vereinbaren, beides in Einklang zu bringen?

Auch wenn es albern klingt, aber wir haben einen Abend in der Woche nur für uns reserviert – keine Freunde, keine Familientreffen, keine Arbeit, keine Handys, keine Telefonate…
Außerdem versuchen wir einmal im Monat die Kinder bei den Großeltern zu lassen um ins Kino zu gehen oder einfach ins Restaurant nur als Erwachsene. Und nein, wir müssen nicht das Glas des anderen von der Tischkante wegziehen und auch den Mund abputzen kann sich jeder allein ;-).

Es fühlt sich einfach gut an, Zeit (neudeutsch = Quality Time) mit dem Menschen zu verbringen, den ich mir für mein Leben ausgesucht habe, der nicht nur der wundervollste Vater für unsere wundervollen Kinder ist, sondern auch mein Seelenpartner, meine Stütze und mein Geliebter ist.

Für mich gehört zu Vereinbarkeit eben auch, dass man es schafft trotz Job, unseren geliebten Kindern und den dazugehörenden Alltagsdingen auch noch ein Paar zu bleiben, sich nah zu sein, sich alles erzählen zu können und nicht zu verlernen sich zu lieben. Das passiert nicht mal nebenher und bleibt einfach so wie es mal war, es ist mit Wollen, auch mit Anstrengung verbunden und Unterstützung von außen (in Form von Babysittern) ist ebenso hilfreich.

Für uns ist es wichtig ein (Eltern)Paar zu sein, dann können wir auch gute Eltern für unsere Kinder sein. Wir haben festgestellt, dass wir entspannter mit unseren Kindern sind, wenn wir als Paar zufrieden sind. Und auch auf andere Lebensbereiche, die vereinbart werden müssen, wirkt es sich positiv aus.

Wie vereinbart ihr Eltern sein und Partnerschaft?

Sonnenuntergang Paar

Mamahochdrei geteilt durch drei

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Krake Octupus Wie ich ja schon einmal geschrieben habe wäre ich gerne eine Krakenmutter – vor allem der vielen Arme wegen.
Der Wunsch nach mehreren Armen und Händen hat sich mittlerweile ausgeweitet, denn ich wäre manchmal gerne dreimal da: Mamahochdrei geteilt durch drei.
Klar, wer lebt schon gerne mit seinen eigenen Klonen unter einem Dach, auf Dauer ist das sicher sehr merkwürdig, aber für bestimmte Situationen möchte ich sie sehr gerne herbei schnipsen können – meine Klone – tadaaa.

Besonders, wenn ich mit unseren Dreien allein bin fühle ich mich sehr dazu veranlasst mich durch drei zu teilen oder eben halt zu verdreifachen. Am letzten Wochenende war Papa³ unterwegs und ich folglich allein mit Dreien. Da wird schon das Frühstück zur mamalogistischen Herausforderung:

„Joghurt, Joghurt!!!“, brüllt die Kleinste und gibt erst Ruhe, wenn sie mindestens 2 Becher vor sich zu stehen hat, diese dann öffnet und erst einmal mit den Händen testet, ob die Konsistenz auch gut genug für sie ist. In der Zwischenzeit steht der Mittlere neben mir und muss mir unbedingt seine neusten Kletterkünste am Türrahmen zeigen, der Große mault derweilen, weil ich zum dritten Mal bitte mir beim Tischdecken zu helfen. Die Kleinste sieht mittlerweile aus als hätte sie ihre erste Joghurtmaske aufgelegt (ein Babyteint muss gepflegt werden) und der Mittlere sitzt am halb gedeckten Tisch und fragt lautstark nach einem Brötchen mit Käse und zwar sofort. Nebenbei schneide ich etwas Obst auf, hole Milch und Müsli auf den Tisch. Der Große hat sich auch platziert und möchte, dass ich ihm helfe seinen Lieblingskäse aufzuschneiden. Gemacht – getan…nun möchte er Marmelade, die ihm beim ersten Bissen vom Brötchen auf die Hose rutscht. Dreimal tief durchatmen, denn ich sitze immer noch nicht an meinem Platz. Die Kleinste gießt sich die Milch über den Latz und brüllt, weil es naß und kalt ist.

Schnell nach oben gerannt und ein neues Shirt geholt – unten angekommen, ist der Große schon fertig uns auch satt und verläßt die Küche Richtung Sofa. Der Mittlere hat noch den Mund voll, will aber unbedingt schauen, was sein großer Bruder macht und verlässt auch den Tisch. Jetzt habe ich alles fertig und setze mich auch endlich hin.Die kleine Madame möchte nun auch noch Müsli und Obst. Als ich mir mein Brötchen geschmiert habe, findet es die Kleinste so lecker, dass sie es auf der Stelle haben möchte. Ich schneide ihr ein Stück ab und lege es auf ihren Teller – heftiger Protest, denn sie wollte ja das GANZE. Nach einem kurzen Wutanfall, möchte sie dann auch aufstehen.

Mama sitzt allein am Tisch und nimmt den ersten Bissen von ihrem Brötchen, beim zweiten kommt der Mittlere angerannt und berichtet mir vorwurfsvoll, dass seine kleine Schwester stinkt. Juchu – eine Wickelpause während man eigentlich noch frühstückt ist besonders appetitlich.
Fertig gewickelt beschließt die kleine Madame mit mir Bücher angucken zu wollen. Ich überrede sie mit nach unten zu kommen. Mit Büchern und Kind auf dem Schoß schaffe ich es mir irgendwie mein Brötchen reinzustopfen. Aus dem Wohnzimmer höre ich die beiden Jungs streiten – darf ich mich eigentlich jetzt einfach wieder hinlegen und ein Schild an die Tür hängen „Mama out of order“?

Mama KlammernbildUnd abends ein ähnliches Bild:

Der Mittlere meckert, weil er auch noch länger Fernsehen möchte und legt sich auf den Boden vor dem Fernseher, bis ich ihn strampelnd aus dem Zimmer trage und damit locke, dass wir noch was zusammen spielen. Die Kleine ist quengelig, weil eigentlich müde, und möchte von mir die ganze Zeit getragen werden. Wir brauchen gefühlte Stunden im Bad bis Schlafanzüge angezogen sind, Zähne geputzt, Pipi gemacht und Windeln gewechselt sind. Der Mittlere möchte mit mir Tiere stapeln spielen und die Kleine weicht mir nicht vom Hosenzipfel. Als wir anfangen zu spielen möchte sie natürlich auch Tiere haben und mitmachen. Ich versuche sie mit einem anderen Spiel abzulenken, der Mittlere wird ungeduldig, weil die Tiere nicht so halten wie er möchte.

Von unten schreit der Große, dass er noch Hunger hat. Ich flitze runter und sage ihm, dass er sich gerne noch einen Apfel nehmen kann. Widerwillig steht er auf und holt sich etwas aus der Küche.Ok, die kleine ist 3 Minuten ruhig und spielt, danach möchte sie unbedingt Bücher angucken. Der Große kommt die Treppe hochgestampft und fragt, ob er auch noch die nächste Sendung gucken darf. Ich verneine und ernte Protest.

Die Kleine brüllt: „TINKEN!“ Ich renne runter und hole etwas. In der Zwischenzeit behacken sich Mittlerer und Kleine, weil sie etwas von seinem LEGO zerstört hat… Ich schließe die Spielzimmertür und versuche alle drei in ihre Betten zu bekommen. Mit einer Geschichte aus dem aktuellen Lieblingsbuch schaffe ich es, zumindest die Jungs in die Vertikale zu befördern. Die kleine Madame langweilt sich und wirft alle Kuscheltiere der Brüder aus dem Bett. Geschichte zu Ende, Trinken verteilt, Kuscheltiere aufgesammelt, auch die Kleine in ihr Bettchen gebracht – ich mache das Licht aus und lasse mich vor dem Bettchen der Kleinen auf meinen Hintern plumpsen. Wieder dreimal tief durchatmen.

Ich singe unser abendliches Repertoire an Schlafliedern und werde dabei entweder von der Kleinen, weil „tinken“ unterbrochen oder aber vom Mittleren, dem natürlich noch was ganz wichtiges einfällt, was er mir erzählen muss. Außerdem möchte er, dass ich mich neben ihn lege zum Kuscheln. Ich versuche es, werde aber durch ohrenbetäubendes Schreien von der Kleinen aufgefordert wieder den Platz vor ihrem Bett einzunehmen. Der Große schläft fast. Ich müsste mich also nur noch zweiteilen, das ist ja schon mal etwas. Ich sitze zwischen Bettchen der Kleinen und Bett des Mittleren (dazwischen steht ein Bücherregal) und rencke mir die Arme aus, damit jeder von beiden eine meiner Hände haben kann – wieder frage ich mich wo eigentlich meine Klone sind…

Fühlt ihr euch auch manchmal oder oft so zerteilt? Allen Kinder gleichermaßen gerecht  zu werden ist allein doch schwierig. Was sind eure Tipps und Tricks?

Unser Spielzimmer: Umgeräumt und neu gestaltet *

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Hier gibt es nun ein paar Einblicke in das Spielzimmer im Hause Hochdrei. Es ist bei uns so, dass unsere Drei ein gemeinsames Schlafzimmer und ein gemeinsames Spielzimmer haben. Noch funktioniert das ziemlich gut, mal sehen wann der Große dann ein eigenes Zimmer möchte. (Sein Schulschreibtisch steht in der Galerie unterm Fenster). Und ein großer Vorteil ist, dass im Spielzimmer nicht immer alles weggeräumt sein muss, sonern LegoBauten und anderes auch stehen bleiben kann, da niemand nachts durch das Zimmer muss ;-).

Das Spielzimmer wird von Zeit zu Zeit umgeräumt, je nach Alter und Bedürfnissen der Kinder. Und da die kleine Madame nun mit ihren 2 Jahren auch nicht mehr so „gefährlich“ für die Bauten ihrer Brüder ist – also kein Erdbeben mit Godzilla Effekt erzeugt, sondern auch schon anfängt mitzuspielen und zu bauen – war es wieder an der Zeit umzuräumen.

Dummerweise habe ich keine Vorher Bilder gemacht :-(

Spielzimmer Kinderzimmer

Auf jeden Fall gibt es nun nicht mehr kleinere durch Regale abgetrennte Spielbereiche, sondern einen großen freien Raum in der Mitte zum Spielen. Dieser ist umrahmt von vielen Regalen mit Kisten und Fächern, einem Sofa zum Relaxen und einem kleinen Tisch mit Stuhl zum Malen. In den vielen Kisten ist das Spielzeug thematisch sortiert: Autos, Puppenküche, Kaufmannsladen, Lego usw. Für die freie Fläche in der Mitte des Zimmers gibt es einen neuen Spielteppich*, welcher seinem Namen wirklich gerecht wird, denn auf ihm gibt es verschiedene Bereiche, die zum Hüpfen, Werfen und Spielen einladen. Unsere Drei haben seit dem Ausrollen Spaß alles auszuprobieren und sich neue Spiele einfallen zu lassen.

Spielteppich Kinderteppich

An den Wänden gibt es verschiedene kindgerechte geografische Karten: eine Weltkarte, Europakarte und eine Deutschlandkarte – alle in ähnlichem Stil. Sehr oft sitzen die Kinder davor uns schauen wo hin sie gerne einmal reisen wollen oder wohin es im nächsten Urlaub geht.

Mein nächstes Projekt sind die Kisten und Boxen, sie sind alle in einer einheitlichen Farbe und so schwer voneinander zu unterscheiden, da sie nicht durchsichtig sind, muss etwas her, damit jeder gleich sehen kann was hinein gehört, auch die kleine Madame. Ich habe schon eine Idee, jetzt geht es ans Umsetzen. Ich werde es auf jeden Fall hier auf meinem Blog zeigen.

Wie sind eure Kinderzimmer möbiliert? Habt ihr auch ein Spiel- und ein Schlafzimmer für die Jüngsten?

Freue mich sehr auf eure Kommentare.

* Der Spielteppich wurde uns freundlich von der Teppichscheune zur Verfügung gestellt.

Mittagschlaf im Kindergarten: nützlich oder hinderlich?

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Ich bin wütend, fühle mich ohnmächtig und in meinem Erziehungsrecht als Mutter sehr eingeschränkt.

Es geht um das Thema Mittagschlaf im Kindergarten. Da alle unsere drei Kinder seit sie auf der Welt sind nicht viel Schlaf brauchen, mussten wir uns bei allen dreien schon früh mit dem Thema Mittagschlaf auseinandersetzen. Bereits vor dem zweiten Geburtstag zeigt(e) sich bei unseren Kindern, dass sie möglichst nur einen kurzen Mittagschlaf machen sollten (max. 1 Stunde), denn fiel der mittägliche Schlaf zu lange aus, waren sie abends zur normalen Schlafenszeit noch nicht müde. Das heißt für uns lange Bettbringzeiten, die für alle nervenaufreibend sind.

schlafendes Kind

Quelle: Pixabay

Ab dem 3. Geburtstag zeigte sich dann, dass unsere Söhne möglichst gar nicht mittags schlafen sollten, ansonsten kehrte abendliche Ruhe erst gegen 22 Uhr ein.

Nun haben wir aber eine Kindertagesstätte, die ein strenges Konzept vor allem beim Thema Mittagschlaf verfolgt. Das bedeutet, im gesamten Kindergarten gilt für alle Kinder ein „Mittagschlafzwang“ von 12 bis 14 Uhr. Also egal ob Kleinkind von einem Jahr oder Vorschulkind von 6 Jahren, jeder muss sich hinlegen und sollte schlafen. Natürlich kann man niemanden zwingen zu schlafen, aber wenn wie ehrlich sind, schlafen die allermeisten Kinder, wenn sie gemütlich im Schlafanzug in einem Bett liegen irgendwann ein.

Ein Mittagschlaf im Kindergarten von 1 – 2 Stunden bedeutete für uns abends eine nicht enden wollende Bettbringzeit. Ich versuchte mit der Leitung unseres Kindergartens zu reden, ob es nicht die Möglichkeit gibt, Kinder nicht mittags hinzulegen und sie stattdessen mit leisen Aktivitäten zu bschäftigen. Die Antwort lautet natürlich ohne Überlegung „NEIN“. Stattdessen wurde mir vorgeschlagen, mir einen anderen Kindergarten zu suchen, der nicht das Mittagschlaf Konzept verfolgt.

Bei unserem Mittleren haben wir es um den 4. Geburtstag geschafft, dass er von allein wach blieb. Er muss sich zwar weiterhin mittags hinlegen, aber er schläft halt nicht und wird mittlerweile auch nicht mehr mit einem „Augen zu!“ dazu gezwungen. An eine leise Beschäftigung während der Mittagsruhe ist allerdings weiterhin nicht zu denken.

Nun wird unsere Jüngste bald zwei und schon jetzt zeigt sich auch bei ihr, dass sie mittags nur kurz schlafen sollte. Als vor kurzem die Studie herauskam „Mittagschlaf schadet dem Rhythmus von Kindern“ fühlte ich mich in meinen Erfahrungen bestätigt und leitete diese Studie gleich an die KiTa Leitung weiter. Tage später erhielt ich die Antwort, dass es auch genügend Studien gebe, die zeigen wie gesund Mittagschlaf ist und sie als Team nicht von ihrem Konzept abweichen.

Ich glaube, dass hier die „Gesundheit“ der Kinder nur vorgeschoben wird, denn ehrlicher Weise, werden diese knapp 2 Stunden Mittagsruh in der gesamten Einrichtung auch zur Pause für alle Erzieher genutzt. Die Erzieher setzen sich vor den Gruppenräumen zusammen, trinken Kaffee und tauschen sich aus. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden, denn ich kann nur ahnen wie anstrengend der Erzieherberuf ist und habe auch höchsten Respekt vor allen Erziehern. Aber es muss doch möglich sein, die Pause der Erzieher und das Recht meines Kindes auf „Nicht-Mittagschlaf“ zu vereinbaren. Es könnte z.B. einen Raum geben für Nicht-Schläfer auf die abwechselnd eine Erzieherin aufpasst.

Bitte versteht mich nicht falsch, alle Kinder, die Mittagschlaf brauchen und die auch abends trotzdem gut einschlafen, sollen schlafen dürfen, aber Kinder die es nicht brauchen, sollen es nicht müssen! Warum ist hier keine Individualität möglich? Wenigstens ein kleines bißchen. Klar muss es in einer Einrichtung, die viele Kinder betreut bestimmte Regeln geben, aber es macht mich weiterhin wütend, daswecker uhr s auf so grundlegenden Dinge wie Schlafrhythmus nicht eingegangen wird und ich als Eltern kein Mitbestimmungsrecht habe, sondern mich der Ohnmacht hingeben oder die Einrichtung wechseln muss.

Mamanatur hat dazu auch hier schon gebloggt.

Schon so oft habe ich gedacht, dass wenn nicht diese abendlichen stundenlangen „schlaf – jetzt -endlich“ Phasen wären, ich eine viel entspanntere und weniger gereizte Mutter wäre. Haben wir als Eltern nicht das Recht auch mal abends 2 Stunden allein zu verbringen oder noch Dinge zu erledigen, die wir am Tag nicht geschafft haben?

Wie sind eure Erfahrungen? Findet ihr Mittagschlaf bei Kindern nützlich oder hinderlich?

Typisch für … einen Sonntag bei uns

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Nehmen wir mal einen Sonntag ohne besondere Pläne und Vorkommnisse – also ohne ein Fußballspiel des Großen, dass auch mal gerne um 10 Uhr Anpfiff hat und wir in der Saison mindesten 2 Mal im Monat haben. Ein Familiensonntag wie er im Hochdrei Buch steht.

Dann ist typisch für einen Sonntag ein Kuschelrunde in Mama und Papas Bett – die meist mit Toben durch die Betten endet ;-), ein spätes Frühstück (zwischen 9 Uhr und 10 Uhr) bei dem alle (mehr oder weniger ;-)) mithelfen. Es gibt viel frisches Obst, Joghurt, Brötchen und Müsli.
Das Radio unseres Lieblingssenders spielt leise im Hintergrund und die Kinder sind noch in den Schlafanzügen.

Später werden wir je nach Jahreszeit und Wetterlage in den Garten gehen und ich bereite das Mittagessen vor.

Am Nachmittag gibt es oft einen Ausflug zu den Großeltern und was nie fehlen darf einen einem typischen Sonntag bei uns, ist eine ausgiebige Kaffeerunde mit lecker gebackenem.

Sonntags typisch Sonntagskaffee Kuchen im Glas

Der Abend bringt eine große Badewannenrunde mit sich und alles wird für den Wochenstart vorbereitet (Mappe packen, alle Anziehsachen bereit legen).
Dann bereiten wir zusammen das Abendessen vor und schauen alle „Die Sendung mit der Maus“ über die Mediathek.

Badewanne Badewannenspielzeug

Für Mama³ und Papa³ endet der Abend mit einem schönen Film oder ein paar Folgen der aktuellen Lieblingsserie (Modern Family).

Ich bin gespannt wie eure Sonntag so typischerweise verlaufen.

Eltern Eifersucht

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Kennt ihr das? Eifersucht unter Eltern der Kinder wegen?

Objektiv und rational betrachtet ist es Blödsinn, aber ich gebe es offen und ehrlich zu – ich bin immer wieder mal eifersüchtig auf Papa³.

Puh, jetzt ist es raus. Ja, mein Mutterherz ist manchmal schwer, weil ich das Gefühl habe, unsere drei Racker haben NUR mit ihrem Papa Spaß (und das meine ich wörtlich – also mit viel Lachen und so). Er tobt mit ihnen wild durch die Betten, während ich daneben stehe und bei jeder Bewegung zusammen zucke, weil ich Angst habe gleich tut sich jemand weh oder die Köpfe schlagen zusammen oder, oder… Dann fühle ich mich so überflüssig und ja (ich komme jetzt mit der Mitleids Tour) ungeliebt :-(.

Während Papa tobt, wunderbare Lego Häuser baut und Fußball spielt, bin ich oft nur die „Mecker Mutter„:

– Hört auf damit…
– Macht das nicht…
– Beeile dich…
– Warum musst du jetzt dies tun?…

Um nur ein paar alltagsübliche Sätze zu nennen. Ich bin die Spaßbremse der Familie!

An manchen Tagen habe ich das Gefühl ich rede überhaupt nicht normal mit meinen Kindern, sondern bin nacheinander nur am schimpfen und meckern. Es fällt mir wie so oft schwer, entspannt und nachgiebiger zu sein. Und ich habe mir schon so häufig vorgenommen mehr lustig mit unseren Kindern zu sein – erziehen mit Lachen, aber leider will es mir nicht so recht gelingen. Ich bin nicht so der super witzige Typ, aber ich möchte doch nicht, dass unsere Kinder sich an ihre Kindheit erinnern und daran, dass Mama immer gemeckert hat und es mit Papa lustig und cool war.

Klar, geht es hier auch um mein Ego, klar möchte ich die beste, coolste und witzigste Mama sein und klar weiß ich, dass das sogut wie unmöglich ist. Aber manchmal bin ich eben doch eifersüchtig und möchte mehr den Spaß-Part mit meinen Kindern übernehmen. Ich weiß, dass das an mir liegt und nicht an Papa³, ich muss eben andere Sachen liegen lassen können und mal meine Unentspanntheit abstreifen und einfach mitalbern und toben.

Ich werde es versuchen :-)

Wie ist das bei euch? Kennt ihr dieses Gefühl?

Geschwisterkonstellation: Haben es Sandwichkinder schwerer?

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Kinderhände Hände dreiSpätestens seit unserem letzten Geburtsvorbeitungskurs für „wir-sind-schon-Eltern“ (ja so etwas gibt es ;-)), in dem es auch intensiv um Geschwisterkonstellation ging, beschäftigt mich das Thema sehr.

Vorher mit Zweien war die Einteilung recht eindeutig, großer Bruder und kleiner Bruder. Es gab selten Probleme mit unseren beiden Jungs. Der Große war von Anfang an sehr einfühlsam und so gut wie nie kam Eifersucht auf (auch nicht unterschwellig). Und der Kleine war von Beginn an in seinen großen Bruder vernarrt.

Doch dann kam die kleine Prinzessin und einiges änderte sich für unseren bisher Jüngsten. Er war zwar weiter der kleine Bruder, aber nun hatte er noch eine viel kleinere Schwester und ja, die Ankunft eines Mädchens in unserer Familie löste viel Freude aus. So musste ich von Anfang an darauf achten, dass sich nicht alle nur auf die kleine Prinzessin konzentrierten, sondern vor allem auch unserem Mittleren, der bisher die Aufmerksamkeit des Kleinen genoß, nicht zu sehr vernachlässigten. Keine leichte Aufgabe.

Doch wie ist es nun mit den sogenannten Sandwichkindern? Haben sie es von Beginn an in ihrer Mittelpostion schwerer? Und wie prägt es ihr weiteres Leben?

Das Thema Geschwisterkonstellation wurde bereits in den 1920ern von Alfred Adler beleuchtet und schon damals stellte Adler fest, dass es die Entwicklung eines Menschen beeinflußt, ob er als erstes, mittleres oder jüngstes Kind in einer Familie aufwächst. Diese These wird auch in der heutigen Entwicklungsforschung weiter verfolgt. Es heißt, besonders in Drei-Kind-Familien hat das Mittlere eine schlechte Ausgangsposition. Ein mathematisches Modell des Max-Planck-Instituts belegt diese Aussagen (siehe Artikel von IchLebeJetzt).

Das mittlere Kind steht im wahrsten Sinne des Wortes zwischen den Stühlen und fühlt sich deswegen auch oft hin- und her gerissen. Zum einen kann es dem großen Geschwisterkind nacheifern und viel abschauen, und möchte natürlich auch all das können, was der Große kann, zum anderen ist es wiederum selbst Vorbild für das jüngere Geschwisterchen. Welches wiederum oft sein stärkster Konkurrent ist, da es das Nesthäkchen ist und aus diesem Grund meist mehr Aufmerksamkeit erhält.

Im Allgemeinen gilt (es gibt natürlich immer individuelle Ausprägungen), dass Sandwichkinder entweder gute Diplomaten mit hoher Kompromissfähigkeit werden oder aber sie sind Außenseiter, die sich aufgrund ihrer Stellung in der Familie immer übersehen fühlen. Oft sind sie deswegen rebellisch, unkonventionell und lieben das Abenteuer.
Dem typischen Sandwichkind fällt es schwer in der ersten Reihe mitzuspielen, trotz Ehrgeiz arbeiten sie lieber im Hintergrund.

Auch die Geschlecher spielen in der Geschwisterkonstellation eine Rolle. Sind nur Jungs in der Familie oder nur Mädchen. Oder ist das Sandwichkind z.B. alleiniger Junge.

Die Einflussfaktoren sind vielfältig und jedes Kind bringt natürlich auch seinen Grundcharakter mit. Und was sagen die gängigen Erziehungstipps für Sandwichkinder?

– ein Gebiet finden, in dem das Sandwichkind allein besonders gut ist und es dabei fördern
– Zeiten mit ungeteilter Aufmerksamkeit durch eine Bezugsperson (Mama, Papa, aber auch Großeltern)

Familie drei Kinder

Wie sieht es bei uns aus?

Unser Zweitgeborener hat von Anfang an einen besonderen Charakter. Es ist sehr sensibel, verträgt schlecht Veränderungen und braucht für alles seine Zeit. Diese Charakterzüge plus die Stellung als Sandwichkind machen es ihm häufig nicht leicht. Er entwickelt an einigen Punkten einen Überehrgeiz und steht augenscheinlich oft unter Druck. Dies äußert sich wiederum durch wildes Herumgespringe und starkes Nägelkauen.
Unser Mittlerer scheint trotz gutem Verhältnis zu seinem Bruder immer wieder in Konkurrenz zu ihm zu stehen, er möchte alles genauso können und dürfen wie sein 3,5 Jahre älterer Bruder (Überehrgeiz -> Druck). Und seine kleine Schwester ist mit ihren knapp 2 Jahren in einem Alter, in dem sie alle süß und goldig finden. Wie soll man da herausstehen?

Indem man anfängt, sie hinterm Rücken immer wieder mal zu ärgern und zu piesacken und dann so tut als wäre gar nichts. Auch beim großen Bruder wird gerne körperlich gezeigt, was nicht passt, d.h. er tritt bei Auseinandersetzungen zu. Uns gegenüber versucht er verstärkt seine Grenzen zu testen – was für das Alter von fünf eigentlich normal ist, aber er geht meist noch ein Stück weiter.

Wir Eltern fragen uns natürlich viel und oft, was wir hätten bis dato anders machen sollen und was wir in Zukunft ändern wollen.
Wir verbringen mehr Zeit zu zweit mit dem Mittleren. Entweder Papa³ oder ich verbringe nur Zeit mit ihm (und die anderen sind mit dem anderen Elternteil unterwegs), schenken ihm im Alltag noch ein Stück mehr Aufmerksamkeit und zeigen ihm (da er es mehr braucht) noch öfter, dass wir ihn genauso sehr lieben wie seine Geschwister.

Hier habe ich schon einmal über das Verhältnis unserer beiden Jungs geschrieben.

Wie sieht das bei euch aus mit Sandwichkindern oder welche Erfahrungen habt ihr mit anderen Sandwichkinder gemacht?
Könnt ihr Ratschläge oder Tipps geben?

Ich würde mich wirklich sehr über einen Austausch freuen.

BIWYFI: Dem Alltag entfliehen

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Wie ich bereits öfter erwähnt habe: Ich mag Alltag. Wenn alles „normal“ läuft, keiner krank ist, keine größeren Probleme bewältigt werden müssen, ich mir nicht Sorgen über irgendwas oder irgendjemand machen muss. Das ist schöner alltäglicher Alltag.

Das bedeutet nicht, dass ich nicht gerne auch aus dem Alltag ausbreche – besonders am Wochenende möchte ich ein wenig was erleben am liebsten mit der ganzen Familie oder ab und zu auch mal allein.

Da bin ich schon zufrieden, wenn ich mit meinen Schwestern etwas unternehme (wir z.B. auf ein Konzert gehen), mit Papa³ ins Kino gehe (einmal im halben Jahr ;-)) oder wir uns bei uns daheim mit Freunden zum Spieleabend treffen.

Kooks Konzert 2015 Berlin Kolumbiahalle

In der Woche ist es oft schon ein wenig entspannend im Büro zu sein – ja, ich weiß, dass ist ein Klischee, aber tatsächlich ist das im Mamaalltag eine Abwechslung und meist auch etwas ruhiger ;-).

Büro Alltag Office

Oder ich ziehe mir meine Laufschuhe an und flitze los, das ist dann tatsächlich ein wenig entfliehen im Laufschritt.

Running shoes

Ja und auch shoppen gehen – ohje das nächste Klischee – ist eine nette Abwechslung und wenn es zu Hause gerade mal anstrengend ist, genügt schon der normale Wocheneinkauf um zu flüchten …

#BIWYFI Online Shopping

Und um die Reihe an Klischees perfekt zu machen, schaue ich gerne abends Serien mit Papa³, das bringt mich wirklich runter und lässt mich abschalten.

ABER dem Alltag entfliehen möchte ich eben gar nicht, sondern nur kurz entspannen und vielleicht auch ein wenig reflektieren – je nach dem welche Herausforderungen der tägliche Alltag so mit sich gebracht hat.

Ich freue mich auf die anderen Eindrücke zum Thema „Alltag entfliehen“ bei Nic´s BIWYFI.

Montags Alltag: 12 von 12 im Januar

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Ich habe es also doch noch bis hier her geschafft, überrasche mich manchmal auch noch selbst und kann euch unseren montags Alltag mit 12 Bilder zeigen. Heute früh habe ich gedacht, ich schaffe es nicht einmal aus dem Bett. Die Nacht verlief recht ruhig (in Bezug auf die Kinder natürlich ;-)), aber seit dem gestrigen Abend fühle ich mich schlapp, habe Gliederschmerzen und komme so gar nicht in die Gänge – stehe einfach neben mir.

Kennt ihr solche Tage? Man fühlt sich kränklich, aber richtige Symptome wie Halsschmerzen, Fieber oder Schnupfen sind nicht vorhanden… Ich hasse es (entschuldigt bitte die krasse Ausdrucksweise), aber es ist ernsthaft so. Nicht roh und auch nicht gar, einfach so ein merkwürdiger Schwebezustand – da könnte ich wahnsinnig werden, obwohl mir dazu gerade die Kraft fehlt.

Aber der Alltag geht ja trotzdem weiter, nachdem ich mich dann endlich aus dem Bett gepellt hatte, die Kinder in Kindergarten und Schule untergebracht waren, fuhr ich ins Büro und um ein wenig mehr Energie zu haben, gab es erstmal Tee und Nüsse.

Büro Snack

Zum Glück konnte Papa³ heute Nachmittag auch schon früher zu Hause sein und mich so unterstützen. Und er hat mir zu meiner großen Freude ein Tulpen Sträußlein mitgebracht (da fühlt man sich gleich etwas besser).

Tulpen

Denn eigentlich wollte ich unsere neuen Wohnzimmer Schränke einräumen. Aussortiert hatte ich bereits aus der Küche:

Küchen Chaos

Ikea Besta

Aber dann kam die freiwillige Hausarbeit des Großen dazwischen. Er hatte sich bereit erklärt eine Weltkarte zu zeichnen und dort verschiedene Städte und ihr momentanes Wetter einzutragen. Trotz einiger Schwierigkeiten die Proportionen der Welt einzuhalten, hat er sich durchgebissen und alles mit Freude (und nur ganz wenig Unterstützung von mir) erledigt. Wir hatten richtig Spaß daran zu gucken wo es momentan am schönsten und wärmsten bzw. am kältesten ist.

Weltkarte zeichnen

Der Mittlere machte zunächst eine Dino Ei-Ausgrabung mit viel Geduld (vielleicht doch ein neuer Berufswunsch ;-)), spielte dann Lego Fußball und die kleine Madame hatte wieder enorm Spaß beim Aufsetzen der Mützen und Loops ihrer großen Brüder – gerne auch mit deren Schuhen an ihren kleinen Füßen.

Dino Ei Ausgrabung

Lego spielen

verkleiden

Meine Amaryllis blüht immer noch wunderschön und darf so heute beim Makro Montag dabei sein.

Makro Amaryllis

Jetzt sind unsere Drei endlich im Schlummerland, der Frühstückstisch ist vom Besten vorbereitet und ich sitze hier bei einer Tasse Tee und schreibe die ersten 12 von 12 für dieses Jahr.

Frühstückstisch

Tee Auszeit

So war es vor einem Jahr: 12 von 12 Januar 2014